Woher kommen wir?

Die Bibelstudien-Vereinigung e.V. ist ein loser Zusammenschluß von Gott hingegebenen Christen und bietet Hilfestellung für suchende Menschen und dient unterstützend den Freien Bibelgemeinden.

Die neuzeitlichen Wurzeln der Freien Bibelgemeinden begannen in Amerika im späten 19. Jahrhundert und sind mit dem Namen Charles Taze Russell (1862-1916) verbunden. Seine Mitglieder nannten sich selbst "Bibelforscher" und wurden als "Internationale Bibelforscher-Vereinigung (kurz IBV)" bekannt. Unter seiner Leitung, bildeten sich in vielen Ländern der Welt Bibelforscherversammlungen. Diese Versammlungen waren eine lose Verbindung und nur durch die Zeitschrift "Zions-Wachtturm und Verkünder der Gegenwart Christi" verbunden. Die Wachtturmgesellschaft war anfangs nur ein Verlag der Bibelforscherversammlungen und anderer Tätigkeiten und schrieb keine Kredos oder Richtlinien für die damals unabhängigen Versammlungen vor.

Doch allmählich änderte sich dies. Die Wachtturm-, Bibel- und Traktatgesellschaft fing an, sich über die damals unabhängigen Versammlungen, als oberste Institution zu stellen. Viele Versammlungen lehnten es jedoch ab ihre christliche Freiheit an die neue Wachturmgesellschaft abzugeben und von da an begann die Zeit der Trennung.

Nach Deutschland kam die Bewegung vor etwa 100 Jahren. Während die Bewegung in den USA schon bald nach dem Tod von Pastor Russell sich mit etlichen Spaltungen konfrontiert sah, blieb die Bewegung in Deutschland bis in die 20er Jahre relativ homogen.

Im Jahre 1925 wurden in den Versammlungen Bedenken laut, die sich gegen die Anweisungen und Grundsätze der zentralen Leitung der Wachtturm-Gesellschaft unter ihrem neuen Präsidenten Rutherford richteten. Unterschiedliche Standpunkte und Lehrauffassungen der WT-Gesellschaft, die mit der Bibel nicht in Einklang zu bringen waren, und das autoritäre, diktatorische Auftreten Rutherfords führten deshalb 1931 zur Trennung.

Die ausgeschiedenen Mitglieder der IBV schlossen sich daraufhin zu einer Vereinigung zusammen, die sich als "Freie Bibelgemeinde" (FBG) bezeichnete. Wegweisend dabei war die Freie Bibelgemeinde in Kirchlengern bei Herford.

Nach den Wirren der Kriegszeit etablierten sich im deutschsprachigen Raum drei Gruppierungen der Bibelforscherbewegung.

Die erstere und bekannteste sind die "Zeugen Jehovas", dann die sogenannten "Ernsten Bibelforscher", die an den ursprünglichen Lehren Russell´s festhalten, und drittens schließlich die "Freie Bibelgemeinde" mit Versammlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Zeugen Jehovas
Diese exklusive Gruppierung der Bibelforscherbewegung hat viele Kennzeichen einer totalitären Gemeinschaft bekommen: eine diktatorische Führerschaft; ständig verändernde Lehren; eigene Meinungen oder Bibelverständnisse einzelner Zeugen sind tabu. Die Leitung der WT-Gesellschaft behauptet, der einzig wahre Kanal, und das Sprachrohr Gottes zu sein. Zurückgezogenheit gegenüber Andersgläubigen; es ist für viele schwer sich von der Gruppe wieder zu lösen usw. Das ist alles typisch für eine Sekte! Aber es gibt keine andere Gruppe, die so stolz darauf ist, keine Sekte zu sein.

Ernste Bibelforscher
Diese Glaubensgemeinschaft betrachtet sich als Bewahrer der Lehren von Charles Taze Russell und hält an seiner Bibelauslegung und seiner Chronologie fest und gibt auch heute noch seine Schriften heraus. Die Ernsten Bibelforscher, üben in Amerika einen gewissen Einfluß aus. Im deutschsprachigen Raum ist diese Gemeinschaft gegenwärtig zahlenmäßig etwas kleiner geworden.

Freie Bibelgemeinde
Wir die FBG verstehen uns als bibeltreue urchristliche Gemeinde, darum haben wir die Lehren der WT-Gesellschft einer strengen Prüfung unterzogen und vieles reformiert. Chronologische Berechnungen haben wir gänzlich verworfen. Im Wesentlichen geht es uns als "Freie Bibelforscher" darum, die Tiefen der kostbaren biblischen Wahrheiten zu erkennen, das große Geheimnis, Christus und die Gemeinde zu erfassen (Eph. 5:32), den Wert der himmlischen Berufung zu begreifen (Hebr. 3:1; Phil. 3:14) und letztlich in der Heiligung, die Berufung und Erwählung festzumachen (1. Thess. 4:3; 2. Pet. 1:10). Weiter sollen den Menschen in der Verkündigung des Evangeliums, das Wesen und der Wille Gottes und die Hoheit Jesu Christi vor Augen geführt werden mit dem Ziel: "Laßt euch versöhnen mit Gott!" Dabei haben wir keine Schwierigkeiten, uns Gläubigen aus anderen Gemeinschaften zu öffnen. Allerdings stimmen wir den ökumenischen Bestrebungen, die in unserer Zeit in vollem Gang ist, nicht zu.