IE ERSTEN JÜNGER Jesu wurden zu Pfingsten durch den heiligen Geist bevollmächtigt, was fünfzig Tage nach Jesu Auferstehung aus den Toten geschah. In der Zwischenzeit war Jesus nach seiner Auferstehung verschiedenen seiner Nachfolger erschienen; seine letzte Erscheinung war kurz vor Pfingsten, als sie den Meister fragten: "Stellst du in dieser Zeit dem Israel das Reich wieder her?" worauf er antwortete: "Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seine eigene Gewalt gesetzt hat." - Apg. 1:7
Diesen Worten fügte Jesus hinzu:
"Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde." (Apg. 1:8) Hieraus geht klar hervor, daß es der heilige Geist war, der Jesu Jüngern die Autorität und den Antrieb geben sollte, ihn zu repräsentieren und das Evangelium zu verkündigen, das in ihm seinen Mittelpunkt hatte.
Was ist der heilige Geist? Von den meisten Kirchen wird behauptet, daß der heilige Geist eine dritte Person in einer Dreieinigkeit von Göttern ist - indem der Vater eine und der Sohn eine ist. Tatsächlich jedoch ist der heilige Geist überhaupt keine Person, sondern die heilige Kraft oder Macht Gottes, die überall da ausgeübt wird, wo er es für die Ausfühung seiner Absichten für notwendig erachtet.
Nach dem Empfang der Kraft des heiligen Geistes bezeugte Petrus die Auferstehung und Erhöhung Jesu und fügte hinzu: "Nachdem er nun durch die Rechte Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er das ausgegossen, was ihr seht und hört." -Apg. 2:33
Man würde sich von einer Person schwer vorstellen können, "ausgegossen" zu werden, aber es ist eine sehr passende Sprache, um das Kommen der Macht oder Kraft Gottes auf die wartenden Jünger zu beschreiben. Dies geschah in Erfüllung der Verheißung Jesu, daß er ihnen den heiligen Geist senden würde, um sie zu erleuchten und sein Volk zu trösten, und um sie in ihrem Bestreben, seine Zeugen zu sein, zu leiten. Und in seiner Predigt lenkte Petrus die Aufmerksamkeit darauf, daß das Kommen des heiligen Geistes von dem Propheten Joel prophezeit worden war. - Apg. 2:17-19
Petrus zeigte in seiner Pfingstpredigt, daß das Kommen des heiligen Geistes ihn wirklich erleuchtet hatte. Wir erinnern an die Schwierigkeit, die Petrus in Verbindung mit dem Tode Jesu hatte. Er gab dem Herrn den Rat, sich nicht seinen Feinden auszuliefern, und er gebrauchte ein Schwert bei dem Versuch, den Tod des Meisters zu verhindern. Es war für ihn undenkbar, daß ein Mensch, der sich im Gutestun aufopferte, getötet werden sollte.
Aber jetzt erkannte er, daß der Tod Jesu nicht nur ein Teil des göttlichen Planes zur Erlösung und Errettung des Menschengeschlechts war, sondern daß er auch im Alten Testament vorausgesagt worden war. (Apg. 2:22-28) Die besondere Verheißung über die Auferstehung Jesu, die Petrus zitiert, ist Psalm 16:10 "Du wirst meine Seele nicht im Hades zurücklassen, noch zugeben, daß dein Frommer Verwesung sehe." -Apg. 2:27
Jesus schüttete seine Seele aus in den Tod, um für das sündenbeladene Geschlecht Adams Erlösung vorzusehen. (Jes. 53:12)
Als zu Pfingsten die große Kundgebung der Macht geschah, beschuldigten die Feinde Jesu und seiner Jünger die letzteren, berauscht zu sein. Hierauf zitierte Petrus die Prophezeiung von Joel über das Kommen des heiligen Geistes. Und es hat seitdem fortdauernd Kundgebungen des Vorhandenseins und Wirkens des heiligen Geistes gegeben. Glückselig sind diejenigen, die durch den Geist auf dem Wege des Opfers geleitet werden, denn sie sind Kinder Gottes.