M 5. FEBRUAR 1971 hinterlegte Edgar Mitchell, Komandant der Apollo 14 Raumfähre, ein Mikrofilmpaket auf dem Mond. Dazu gehörte die gesamte Heilige Schrift und ein Bibelvers, der in sechzehn Sprachen gedruckt war: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde."
Die ersten Worte der Bibel scheinen auf die Menschen eine ungewöhnliche Anziehungskraft auszuüben. Immerhin geben sie Antwort auf eine der Grundfragen des Lebens: Woher komme ich? Durch sie werden auch unser Selbstverständnis, unsere Lebenseinstellung und unsere Lebensgestaltung geprägt. Denn es ist ein erheblicher Unterschied, ob ich mich als Produkt des Zufalls oder als von Gott gewollt verstehe.
Mit den ersten sieben, Worten der Bibel wird der Ursprung der Welt erklärt und der Schöpfer identifiziert.
Das Erschaffen der Erde war aber nicht die erste Schöpfung überhaupt. In Hiob 38:7 wird gezeigt, daß die Gottessöhne bei der Erschaffung der Erde zugegen waren, denn sie lobten Gott und jauchzten vor Freude angesichts der sichtbaren Schöpfung. Die Engel wurden also geschaffen bevor es Leben auf der Erde gab.
Obwohl Jhwh Gott bereits Schöpfer und Erhalter eines riesigen Universums
war, gestaltete er unseren Planeten und schuf ein weiteres Lebenswunder. Und
nun wendet Gott seine besondere Aufmerksamkeit diesem Planeten zu, der zu
einem kleinen Sonnensysetm der Milchstraße gehört, die als eine
Galaxie von ca. 200-300 Milliarden Sternen wiederum nur eine Galaxie unter
Milliarden ist. Gerade hier wollte Gott seine unfaßbare Liebe offenbaren.
Die Einmaligkeit der Schöpfung kann biblisch nicht in Frage gestellt werden. Genauso wenig ihre Einzigartigkeit. Tatsächlich wird die Schöpfung ein Studienobjekt der Erlösten in Ewigkeit sein.
Die Bezeichnung für Gott in 1. Mose 1 und 2 ist in der hebräischen
Sprache unterschiedlich. In Kapitel 1 ist der Name für Gott Elohim,
während er in Kapitel 2 Jehovah (od. Jahwe)
genannt wird. Bibelkritikern gelten die unterschiedlichen Bezeichnungen als
Beweis dafür, daß die beiden Kapitel von verschiedenen Verfassern
stammen und teilweise widersprüchliche Schöpfungsberichte enthalten.
In Wirklichkeit weisen die abweichenden Namen auf zwei unterschiedliche Seiten
im Wesen Gottes hin. In Kapitel 1 wird er als allmächtiger Schöpfer
und Herr der Natur und Menschheit dargestellt. Der Name, oder besser der Titel
Elohim steht für: Herrschaft, Majestät und Größe.
Kapitel 2 dagegen nennt Jhwh als Bundesnamen für Gott,
der mit den Menschen in Beziehung tritt. Bildlich gesprochen: Gott, der sich
niederbeugt, den Menschen aus Erde formt und ihm das Leben einhaucht. Das
Gottesbild des zweiten Kapitels ist umfassender, persönlicher und vertrauter.
Gott ist sowohl der große Ehrfurcht gebietende als auch der nahe, persönliche
Gott. Wie beeinflussen diese beiden Gesichtspunkte des Wesens Gottes deine
Beziehung zu ihm?
1. Mose 1 und 2 ist ein einheitlicher und zusammenhängender Bericht von der Erschaffung der Erde und des Lebens auf ihr. Die gesamte Schöpfung kündet von Gottes Herrlichkeit, Macht und Liebe. Er hat sie dem Menschen Anvertraut. Angesichts der zunehmenden Ausbeutung und Schädigung der Natur sind Christen aufgerufen, ihre Verantwortung als Haushalter Gottes wahrzunehmen. Wer seinen Schöpfer liebt, wird sich auch gern in seiner Schöpfung aufhalten und daraus guten Einfluß für das Leben empfangen. Naturverbundenheit ist in unserer hektischen Zeit und zunehmenden Verstädterung ein wichtiger Ausgleich und innerer Gewinn.
Was bedeutet es für dich, daß Gott der Schöpfer der Welt ist?