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FFENBARUNG
7:9-17: "Und ich sah eine große Menge; vor dem Thron und
vor dem Lamm; sie haben ihre Gewänder gewaschen und haben sie weiß
gemacht; sie dienen Gott Tag und Nacht in seinem Tempel; sie werden
nicht hungern noch dürsten, noch wird die Sonne auf sie fallen, noch
irgendeine Glut."
Vers 9,15 vor dem Thron. griech.: eno pion tu Thronu = in Sichtweite
des Thrones
Der Apostel Johannes sieht die große Schar nicht auf, sondern vor
dem Thron Gottes stehen. Auch von den Engeln und den 24 Ältesten und
den vier lebendigen Wesen heißt es in Vers 11, daß sie vor
dem Thron Gottes sind und anbeten.
Die ganze Vision die der Apostel Johannes hier sah, spielt sich im
Himmel ab. Zuerst werden die 144 000 beschrieben (Vers 4-8). Schließlich
sieht Johannes die große Schar die Lobpreis darbringt (Vers 9,10).
Dann beschreibt Johannes die Szene in der Engel, Älteste und lebendige
Wesen vor dem Thron Jhwh's ebenfalls Lobpreis darbringen. Das sich
die Szenerie im Himmel abspielt wird noch durch den Ausdruck in
Seinem Tempel (Vers 15), dem himmlischen Jerusalem hervorgehoben.
In Offb. 19:1 vernimmt Johannes nochmals den Lobpreis für Jhwh. Nach
diesem hörte ich etwas wie eine laute Stimme einer großen Volksmenge
in dem Himmel, welche sprach: Halleluja! . . . (siehe auch Offb.
19:6).
Hochzeit
des Lammes
Ps. 45:14,15 ist eine bildliche Darstellung der Hochzeit des Lammes
mit der Braut.
In buntgewirkten Kleidern wird sie (die Braut) zum König (Jesus)
geführt werden. Jungfrauen (die große Schar) hinter ihr her, ihre
Gefährtinnen; unter Freude und Jubel werden sie in den Palast des
Königs einziehen. Interessant ist in diesem Zusammenhang zu
erfahren, daß das hebr. Wort für Palast das gleiche Wort wie für Tempel
ist.
Die große Schar gehört also ebenfalls zum Haus Gottes. Auch sie ist
vom Geist Gottes gezeugt, auch sie geht den schmalen Weg der Nachfolge
Christi und wird auch auf geistiger Stufe auferweckt werden. Diese
bekommen nicht das Siegel des lebendigen Gottes an ihre Stirn wie
die 144 000, aber sie haben Palmzweige als ein Zeichen des Sieges
und der Freude, denn sie rufen aus lauter Kehle, daß sie ihren Sieg
und ihre Errettung Gott und seinem Sohn verdankt.
Und einer von den
Ältesten hob an und sprach zu mir: Diese, die mit weißen Gewändern
bekleidet sind, wer sind sie, und woher sind sie gekommen? (Off.
7:13)
Nur eine
Berufung
Das ist eine interessante
Frage mit der hier der Apostel Johannes konfrontiert wird. Konnte
er sich selber nicht erklären wer die große Volksmenge ist und woher
sie auf einmal kommt. Er wußte es gibt nur den einen Ruf zur Nachfolge
und Kreuzesaufnahme mit Jesus Christus. Und er wuße, daß es wenige
sein werden die den schmalen Weg gehen (Matt. 7:14) Er
ist auch der einzige Weg, in diesem Zeitalter von Pfingsten 33 n.
Chr. an, der zur Versöhnung mit Gott führt. Johannes wußte, daß keine
der Ermahnungen des Herrn an eine große Schar gerichtet sind, sondern
alle Ermunterungen und Warnungen sind an die kleine Herde
den berufenen Heiligen gerichtet und sind dazu bestimmt,
den Berufenen zu helfen, vollen Lohn zu empfangen. (Luk. 12:32; 1.
Kor. 1:2; Kol. 1:1; Tit. 1:1; 2. Joh. 8)
Aber Johannes bekommt schließlich die Antwort. Die große Volksmenge
kommt aus der großen Drangsal und sie haben ihre Gewänder im Blute
des Lammes weiß gemacht.
Das weiße Kleid ist in der heiligen Schrift stets Symbol
der Gerechtigkeit. Sie tragen das Gewand der Gerechtigkeit, daß ihnen
aufgrund ihres Glaubens von Gott geliehen wurde, und das die Ungerechtigkeit
des adamischen Erbes in ihnen bedeckt. Und wenn jene ihre Kleider
weiß gemacht haben, so müssen diese durch Untreue befleckt gewesen
sein. Denn, niemand hat ein Kleid vor Gott, als nur die
Gerechtfertigten. Alles Sünder sind nackt vor ihm. (2.
Kor. 5:3)
Sie (die große Schar) gehörten einst zu den Auserwählten 144 000 Gliedern,
aber durch ihre Befleckung des weißen Gewandes versäumten sie ihre
Berufung festzumachen und wurden so der Krone des Lebens verlustig
(Off. 2:10) um auf Throne sitzen zu können. - ff. 3:21
Denn viele sind Berufene, wenige aber Auserwählte. (Matt.
22:14) Wir sehen also viele sind hierzu berufen, aber wenige sind
so treu, daß sie zu den Auserwählten, den Gliedern des Leibes Christi,
den Mitregierenden mit dem gesalbten König , gehören werden.
Dadurch das die große Schar ihre Gewänder wieder rein gemacht hat
bekommt sie das Vorrecht im Tempel Gottes vor seinem Thron Dienst
darzubringen.
Vorgeschattet
in der Stiftshütte
Der Stamm Levi trat an
die Stelle der Erstgeborenen Israels, nachdem die Israeliten Ägypten
verlassen hatten. Aus diesem Stamm wurden die Priester ausgewählt.
Aaron und seine Söhne stellen die Priesterklasse der 144 000 Auserwählten
dar. Die Leviten die den Dienst verrichten, stellen die große Schar
dar.
Die Leviten dienten den Priestern in der Stiftshütte und als der Tempel
in Jerusalem errichtet war, dienten die Leviten im Tempel. Ihre diesbezügliche
Stellung war sowohl in der Stiftshütte, als auch in dem Tempel diesselbe.
Dem Stamm Levi wurde im Lande Israel kein Erbteil gegeben,
damit andeutetnd, daß er eine Klasse vorschattete, die ein himmlisches
Erbteil empfangen soll. (4. Mo. 3:3,6-10; 4. Mo. 18:20 s. auch Hes.
44:9-16). Da die große Schar in Gottes Tempel dient, ist sie demnach
eng verbunden mit den 144 000 Auserwählten. So kann sie nur eine Klasse
sein, die ebenfalls in geistiger Natur aufersteht und verherrlicht
werden wird, wenngleich sie dient und nicht herrscht.
Der Gedanke aus Offenbarung 7:16 u.17, daß sie nicht mehr hungern
noch dürsten werden, erinnert uns daran, daß die große Schar, obwohl
zur geistigen Stufe erhöht, keine unsterblichen Wesen sein werden,
und ihr Leben unterhalten werden muß; und durch eine besondere Anordnung
wird das Lamm das in der Mitte des Thrones ist, sie weiden und
sie leiten zu Quellen der Wasser des Lebens. So sehen wir auch
in der Welt des Geistes, dem neuen Himmel, Unterschiede.
Daß die große Schar im himmlischen Tempel heiligen Dienst darbringt,
zeigt auch eindeutig der Vers 14 von Offenbarung Kapitel 7; denn sie
kommen aus der großen Drangsal und bringen erst darauffolgend,
heiligen Dienst vor dem Angesicht des Thrones Gottes, dar.
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